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Qigong und Burnout

November 10, 2014
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Burnout oder Ausgebranntsein ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit massiv reduzierter Leistungsfähigkeit. Burnout kann als Endzustand eines Entwicklungsprozesses aufgrund körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung infolge beruflicher und auch privater Überlastung verstanden werden. Er wird als Folge von nicht mehr bewältigbarem Stress angesehen, ohne als eigenes Krankheitsbild anerkannt zu sein. Der durch Burnout bedingte persönliche, aber auch der volkswirtschaftliche Schaden der entsteht, ist enorm.
In einer schwedischen Studie von Stenlund und Kollegen (2012) (11) wurden die Effekte eines einjährigen Rehabilitationsprogrammes, welches Qigong inkludierte, nach drei Jahren erhoben (follow-up). 107 Männer und Frauen hatten in zwei Gruppen daran teilgenommen. Eine Gruppe hatte Psychologische Behandlung und Qigong, die zweite ausschließlich Qigong. Beide Gruppen verbesserten sich, die Gruppe mit der zusätzlichen psychologischen Behandlung profitierte signifikant mehr. Sie erholte sich besser vom Burnout (p=0,02), berichtete geringere levels (Ausprägung) von Burnout (p=0,035), hatte mehr kognitive Strategien angewandt (p=0,001) und die antidepressive Medikation deutlicher reduziert (p=0,002). Bezüglich der Dauer der Krankenstände hatte sich kein signifikanter Unterschied ergeben, beide Gruppen hatten profitiert.

Stenlund. T., Nordin. M., Järvholm. L. S. (2012). Effects of rehabilitation programmes for patients with long-term sick leave for burnout: a 3-year follow-up of the REST study. J Rehabil Med. 44: pp. 684-690.

Über den Autor
Mag. Franz Wendtner - Klinischer & Gesundheitspsychologe | Psychoonkologe Psychotherapeut | Dipl. Qigonglehrer